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Brand- und Schadstoffanalytik – fundierte Bewertung nach VdS 2357

Ein Brandereignis verursacht unterschiedliche Arten von Schäden: thermische Schädigungen, Brandverschmutzungen, Belastungen durch Löschmittel sosowie Korrosionsschäden. Unser Schwerpunkt liegt auf der fachgerechten Untersuchung von Brandverschmutzungen und Löschmittelrückständen (bspw. PFAS-haltige Löschmittel oder Löschpulver). Dabei erklären wir transparent, welche Analysen sinnvoll sind und wo die Grenzen der Untersuchungsmethoden liegen.

Für die Schadenabgrenzung nutzen wir optische, olfaktorische und analytische Befunde. Besonders wichtig ist die Bewertung der Stoffe, die sich während der heißen und kalten Brandphase bilden. Während in der heißen Phase vor allem flüchtige (gasförmige) Subtanzen entstehen, finden sich auf der kalten Brandstelle überwiegend schwerflüchtige organische Verbindungen, die sich an Oberflächen und Rußpartikeln anlagern. Diese dringen nicht in dichte Materialien wie Vollholz ein, können jedoch sichtbare Verschmutzungen oder Gerüche verursachen.

Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die Analyse polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK), der dominierenden Stoffgruppe in Rauchkondensat. Da die VdS‑Richtlinie 2357 keine toxikologisch abgeleiteten Richtwerte für massenbezogene PAK‑Gehalte enthält, beziehen wir zusätzlich visuelle und geruchliche Befunde in die Bewertung ein. Durch den Vergleich der relativen PAK‑Verteilung verschiedener Proben können wir brandbedingte von umweltbedingten Belastungen zuverlässig unterscheiden.

Auch die Untersuchung von Chloriden spielt eine wichtige Rolle: Bei der Zersetzung chlorhaltiger Kunststoffe entsteht Chlorwasserstoff, der als Salzsäure kondensiert und Korrosion an Metalloberflächen auslösen kann. Die Bestimmung der Chloridbelastung ermöglicht Rückschlüsse auf das Korrosionspotenzial und bildet die Grundlage für notwendige Sanierungsmaßnahmen – insbesondere bei elektrischen und elektronischen Geräten.

Neben der Schadstoffanalytik beurteilen wir auch die vorläufige Nutzbarkeit eines Gebäudes nach einem Brandereignis. Dies umfasst insbesondere Fälle, in denen Behörden eine Nutzungsuntersagung oder ein Betretungsverbot ausgesprochen haben. Auf Basis unserer Befunde können wir einschätzen, ob und unter welchen Bedingungen eine eingeschränkte oder vollständige Nutzung wieder möglich ist – oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, um Gefahren auszuschließen.

Ein zunehmendes Aufgabengebiet stellt die Bewertung von Folgeschäden durch Akkubrände dar. Bei Lithium‑Ionen‑Akkus können neben klassischen Brandfolgeprodukten auch korrosive Fluorverbindungen entstehen. Selbst geringe Mengen dieser Rückstände bergen ein erhebliches Risiko für fortschreitende Korrosion und Funktionsstörungen. Unsere Analytik ermöglicht eine fundierte Einschätzung des tatsächlichen Gefährdungspotenzials und der Sanierungsfähigkeit betroffener Bereiche. 

Mit unserer spezialisierten Analytik nach dem Stand der Technik und unter Berücksichtigung der VdS 2357 schaffen wir Klarheit über Art, Ausmaß und Auswirkungen von Brandfolgeschäden und unterstützen Sie dabei, fundierte Entscheidungen für Reinigung, Sanierung, Wiederherstellung und Gebäudenutzung zu treffen. 

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